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Ergebnisprotokoll HS-Workshop „Turnierveranstaltungen“ am 22.01.2013 in Nortorf  

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Lindenau,Dietrich
(@lindenau)
Mitglied Admin
Beigetreten: 4 Jahren zuvor
Beiträge: 332
24/01/2013 4:09 pm  

Ergebnisprotokoll HS-Workshop „Turnierveranstaltungen“ am 22.01.2013 in Nortorf

21 Teilnehmer

 

1. Begrüßung
Dietrich Lindenau eröffnete den Workshop und zeigte die Vorhaben des `Holsteiner Schaufenster` auf. Die Ausbildungsförderung der Jugend stehe im Vordergrund und er betonte, dass Zucht und Sport zusammen gehören.
Er verlas eine Mail von Dörte Kühl (stellv. Jugendwartin Landesverband), die sich anerkennend über die HS-PJF äußerte, dass dies bereits Früchte getragen hätte und so z. B. auch auf anderen Turnieren Parcours auf die Bedürfnisse der Ponys angepasst wurden. Man hätte daraus bereits gelernt.
Anhand von Zahlen machte Dietrich Lindenau deutlich, dass von den 6.465 Reitaus-weisinhabern 296 Junioren sind = 4,58%. Davon sind 222 Reiter Junioren unter 16 Jahren mit einer A-Platzierung, 98 Reiter mit LK 3+4 und 74 Reiter, die L-Platziert doch ohne M-Platzierung sind; somit gäbe es viele Nachfrager für die Jugendförderung.
Auf die Spreizung zwischen den Parcours-Anforderungen bei z. B. Dt. Jugendmeisterschaften und den Parcours in SH wies DietrichLindenau hin, diese seien alle insgesamt zu leicht.

2. Kurzreferat Landesjugendwart Kay Zobel: „Die Anforderungen der DJM 2013 im Springen sind bei M* (Children ) 1,25 m und bei S** (JR) 1,45 m.
Kay Zobel, Jugendwart des Landesverbandes, berichtete über die Anforderungen und zeigte auf, dass 41 JR/Jun bis S*-Platzierungen kämen. Dies sei auf das Ausbildungssystem mit Stützpunktraining zurückzuführen, denn 200 JR/Jun erreichten den gehobenen Leistungssportbereich in Richtung Deutsche Meisterschaften, wo wirklich höhere Anforderungen – hinsichtlich Maße etc. - als in SH gestellt würden.
Bei den Children 12-14 Jahre sei die Anforderung auf M*-Niveau.
Er habe mit Parcourschef Frank Rothenberger über die Anforderungen bei den Dt. Meistershaften gesprochen und es seien dort M** Parcours, die dem S-Niveau = 1,40 m entsprächen.
Es wurde von SH die Bronze Medaille gewonnen und weitere Platzierung auf Platz 6 und 17. Sein Fazit war, dass die Spreizung nicht zu groß sei und Reiter im Kader diese Aufgaben bewältigten.
Dietrich Lindenau nahm den Faden auf und erwiderte, dass unstrittig die Erfolge da seien, die Frage jedoch zu stellen sei, warum in SH dann das Niveau so niedrig sei und die Parcours nicht mit entsprechenden Höhen aufgebaut würden.
Bei der HS-PJF im vergangenen Jahr war Wert auf entsprechende Parcours gelegt worden.
Bei 40 Nennungen in den Prüfungen hatten 28 Ponyreiter im Ranking HS-PJF Punkte gesammelt. Den A**-Springen sei immer ein Stil-A vorgeschaltet gewesen mit guten Ergebnissen von WN 7,0 und besser. Es habe sich herauskristallisiert, dass acht Pony-reiter unterfordert waren.
Der Weg noch Dobrock (M** für Ponys) sei jedoch für viele noch weit und die Sprei-zung sei somit groß, um für die Deutschen Meisterschaften fit zu sein. Es gäbe allerdings sehr gute Ponys.
Wichtig sei es, die Grundförderung beizubehalten und die Anforderungen zu steigern und die Förderung auf L-Niveau zu bringen.
Bei der HS-PJF bleibt es bei Stil-A*-Springen und A**-Springen, jedoch mit Stechen. Zwischenstufe zum L-Niveau.
Kay Zobel appellierte an die Veranstalter, mehr Pony-Prüfungen von A-L auszuschreiben. Ziel ist, die Anforderungen auf M zu steigern.
Vertreter des Turniers Malente wünschten eine Liste mit Ponyprüfungen zur Kommunikation mit den Ponyreitern, die z. B. auch beim HS eingestellt werden könne.
Dietrich Lindenau berichtete, dass 11 Veranstalter für die HS Jugend-Förderung angeschrieben wurden, wofür jeder Veranstalter € 1.000,- bekommen würde. Keine Resonanz – außer einer Absage.
Er machte noch mal darauf aufmerksam, dass die Kommunikation per Internet sehr wichtig sei, so haben in 2012 über 87.000 www.holsteiner-schaufenster.de besucht und alleine über 1.700 die Einladung zum Workshop gelesen.
Die Veranstalter seien auch gefordert, die Ponyreiter ernst zu nehmen: es müssten die Parcours ponygerecht seien, die Prüfungen zu guten Zeiten, denn die Zuschauer würden es honorieren.
Durch Wettbewerb müssen die besten Lösungen gefunden werden.

3. Strukturwandel Landeskommission - demokratische Mitbestimmung
Dietrich Lindenau berichtete über die Novellierung des Tierzuchtgesetzes. Die daraus abzuleitende Option der möglichen Rechtsverordnungen sei in der Öffentlichkeit überhaupt nicht bekannt. Die Landesregierung will zukünftig von ihrer Ermächtigung, einen Vertreter in den Gremien/Verbänden zu haben, keinen Gebrauch mehr machen und die Ausgestaltung den Verbänden überlassen.
Aufgrund der Initiative `Holsteiner Schaufenster`sei im Landesparlament eine Kleine Anfrage dazu gelaufen und es soll jetzt für den Agrarausschuss des SH Landtages eine Stellungnahme dazu geben werden.
Der Handlungsrahmen der Verbände müsste derart geändert werden, dass demokratische Regeln aufgestellt werden und mehr Transparenz gegeben sei.
Kay Zobel merkte an, dass Dr. Lüpping (Landwirtschaftskammer) einen Vorschlag gemacht hätte zur Besetzung der LK; dieser wird intern diskutiert.
Am Beispiel Harm Sievers machte Dietrich Lindenau die Ämterhäufung deutlich, die einfach zu konzentriert sei. Dem wurde zugestimmt.
Diese Punkte seien mit dem PSH zu diskutieren, das System müsste geändert werden.
B. Sievers merkte an, dass die Personen doch in Ämter gewählt werden – das System ist so.

4. HS-Ausbildungs-Förderung
Mit der HS Ausbildungs-Förderung soll die Jugend gefördert werden und mit der HS-JF sollen Ponyreiter beim Umstieg vom Pony aufs Großpferd gefördert werden. Auf den vier HS-Turnieren gäbe es Stil-L und L-Springen mit Stechen. Ein Management System sieht vor, dass die HS-JF-Reiter von erfolgreichen Reitern auf den Turnieren begleitet werden und im Anschluss der Turnierreihe in einem extra Seminar nochmals gefördert werden. Ein Budget von € 8.000 sei vorgesehen, doch wenn dies nicht eingeworben würde durch Sponsoren, könne die HS-JF nicht durchgeführt werden.
Kay Zobel betonte, dass bei den Kids-Cups 12-14 jährige zu wenige mit entsprechenden Leistungen seien.
Eine Anmerkung war, dass es für die Ausbildung der Ponys zu wenige Ponyreiter gäbe. Für dieses Spannungsfeld müssen Lösungen gefunden werden. So könne sich auch das Pferdestammbuch um diese Problem mit kümmern, merkte Kay Zobel an.

5. Landeskommissions-Bestimmungen
Als LK Bestimmung war festgelegt, dass es kein A*-Springen mit Stechen geben dürfe, dies wurde nun nach der Eingabe vom `Holsteiner Schaufenster` aufgehoben.
Dietrich Lindenau wies anhand einiger Beispiele nochmals darauf hin, dass in der LK mehr Demokratie und Transparenz gefordert sei.

6. Pilotprojekte
Zum Pilotprojekt, dass bei den Springpferdeprüfungen bei Fehler keine WN über 8,0 vergeben werden dürfe, argumentierte Dietrich Lindenau, dies sei gegen das Richterprivileg und Pilotprojekte müssen abschließend bewertet werden und diese Bewer-tung müsse begründet und veröffentlicht werden.

7. Was macht eine PLS attraktiv?
Dietrich Lindenau verwies auf die Aussage von Achim Schulz, der Pferde und Reiter als Priorität ansieht und danach die Interessen der Sponsoren und Zuschauer. Unstrittig ist, dass Pferde erste Priorität haben. Es muss jedoch ein Interessenausgleich zwischen Reitern, Sponsoren und Zuschauern geben. Vom Vertreter von Marne wurde beanstandet, dass die Veranstalter hier nicht erwähnt seien. Die Veranstalter gehören nicht in diese Rangierung, da sie Moderatoren seien, entgegnete Dietrich Lin-denau, doch dürfen sie ihre eigenen Interessen nicht zurück stellen. Vertreter von Malente machten auf die immer wieder schwierige Finanzierung von Veranstaltun-gen aufmerksam. Die Reiter seien auch gefordert, so zum Beispiel bei Siegerehrungen anwesend zu sein, damit die Sponsoren auch die Möglicheit zur Darstellung haben.

8. Wie bringt man Sport und Zucht zusammen?
Dr. Michael Rüping hatte bereits 1986 im Buch „Die großen Hengste Holsteins“ da-rauf verwiesen, dass Sport und Zucht zusammen gehören, so Dietrich Lindenau. Das HS wolle in diesem Jahr mit dem HS-Züchter-Preis auf die Bedeutung der Züchter hinweisen und sie mehr in den Sport einbeziehen.
Mehrere Beispiele wurden genannt, wo die Züchter solche Angebote nicht ange-nommen hätten, doch Dietrich Lindenau nannte das Fohlenchampionat beim CSI Altenhof als positives Beispiel.

9. Verschiedenes
Das `Holsteiner Schaufenster` will Denkanstöße zu Themen des Reitsports geben und diese zur Diskussion stellen.

gez. Dietrich Lindenau
24.01.2013

Zitat
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